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Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7.10. - Arbeitsrechte stärken in der Gastronomiebranche
Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit machen wir in diesem Jahr auf arbeitsrechtliche Verstöße in der Gastronomiebranche aufmerksam.
Anna C. aus der Ukraine arbeitete in einem Café im Prenzlauer Berg. Sie erhielt regelmäßig Trinkgeld von den Cafébesucher*innen, welches ihr Arbeitgeber jedoch vollständig einbehielt. Urlaub durfte sie nur in Zeiten nehmen, in denen das Café geschlossen war, und im Krankheitsfall musste sie die ausgefallenen Stunden nacharbeiten. Nachdem sie gekündigt hatte, wurden ihr die verbleibenden Urlaubstage nicht ausgezahlt.
Seit 2018 gehört der Anteil der Beratungen in der Gastronomiebranche zu den höchsten. Gerade hier arbeiten viele migrantische Beschäftigte unter prekären Bedingungen. Wir sehen regelmäßig arbeitsrechtliche Verstöße bezüglich der Zeiterfassung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigung, Urlaub oder bei der Auszahlung des Trinkgeldes. Auch stammen etwa 80 % der von uns im Bereich Menschenhandel, Arbeitsausbeutung, Zwangsarbeit beratenen Personen aus der Gastronomiebranche.
An unserem diesjährigen Aktionstag werden wir migrantische Beschäftigte dieser Branche über ihre Rechte am Arbeitsplatz informieren. Dafür werden wir Restaurants und Cafés in verschiedenen Berliner Stadtteilen aufsuchen, mit einem mehrsprachigen Flyer informieren und auf die arbeitsrechtlichen Beratungsmöglichkeiten hinweisen.
Wir laden alle Menschen, denen Gute Arbeit in Berlin ein Anliegen ist, herzlich ein, sich unserer Aktion anzuschließen und am 7.10.2026 mit uns viele Beschäftigte in der Gastronomie zu informieren. Wir freuen uns über Unterstützung! Bei Interesse bitten wir um eine Rückmeldung bis zum 18.9.2026 an: migration@berlin.arbeitundleben.de.
Interessierte Unterstützer*innen informieren wir rechtzeitig über Treffpunkt, Zeit und den genauen Ablauf.