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Zwischen Ausbildung und Ausbeutung: BEMA-Aktionstag in den Medien
Zwischen Ausbildung und Ausbeutung: BEMA-Aktionstag in den Medien
Wie verbreitet sind Verstöße gegen Arbeitsrechte in der Gastronomie? Und wie können Beschäftigte über ihre Rechte informiert und vor Ausbeutung geschützt werden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser Aktionstag am 7. Oktober 2026 zum Internationalen Tag der menschenwürdigen Arbeit. Dass das Thema auch medial Aufmerksamkeit erfahren hat, freut uns sehr. Der Aktionstag wurde unter anderem von der rbb Abendschau und dem Journalisten Christian Lelek von nd begleitet und im Vorfeld über den Radiosender rbb 88.8 angekündigt.
Die rbb Abendschau: Einblicke in die Arbeit unserer Berater*innen
In einem rund dreiminütigen Beitrag begleitete die rbb Abendschau unsere Berater*nnen bei ihren Besuchen in Cafés, Imbissen und Restaurants in Berlin-Mitte. Der Beitrag zeigt, warum die aufsuchende Beratung so wichtig ist: Beschäftigte erleben unter anderem Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz, nicht gewährten Urlaub und Löhne, die weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Sprachbarrieren und die Angst, den Arbeitsplatz oder den Aufenthaltsstatus zu verlieren, erschweren es vielen Betroffenen, sich gegen solche Zustände zu wehren.
Insgesamt sechs Beratungsteams suchten am Aktionstag rund 120 Betriebe in mehreren Berliner Bezirken auf. Sie informierten Beschäftigte direkt an ihren Arbeitsplätzen über ihre Rechte, dokumentierten mögliche Verstöße und machten auf unser kostenloses Beratungsangebot aufmerksam. Wie der Beitrag deutlich macht, ist das ein wichtiger erster Schritt: Damit Beschäftigte Unterstützung erhalten und Behörden tätig werden können, müssen sie ihre Rechte kennen und Verstöße melden können.
nd: Ausbeutung im Zusammenhang mit Ausbildung und Arbeitsmigration
Auch Christian Lelek von nd begleitete den Aktionstag. Im Anschluss an das Pressegespräch vor dem Roten Rathaus folgte er unseren Berater*innen bei ihren weiteren Besuchen in Gastronomiebetrieben. Sein Artikel richtet den Blick insbesondere auf die Situation vietnamesischer Auszubildender und die Frage, unter welchen Bedingungen Arbeitsmigration und Ausbildung stattfinden.
„Wird hier noch ausgebildet oder ausgebeutet?“, fragt Svenja Ketelsen im Artikel. Sie leitet den Fachbereich Migration und Gute Arbeit (Berlin) bei Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg, zu dem auch das BEMA gehört. Sie fordert „mehr Kontrollen, eine bessere Ausstattung der Arbeitsschutzbehörden und die konsequente Ahndung von Verstößen“. Gute Arbeit dürfe nicht von der Herkunft abhängen.
Wir danken dem rbb und Christian Lelek von nd für die Berichterstattung und dafür, dass sie die Situation betroffener Beschäftigter und die Bedeutung guter Arbeitsbedingungen sichtbar machen.
Zum Artikel in nd aktuell
(Stand 20.10.2026)